Zerehannes und Widmer siegen am verregneten GP Fricktal
Rückblick auf die Laufveranstaltung 2016

von Jörg Greb - Nordwestschweiz

Sium Zerehannes, der Eritreer aus Olten und die Urnerin Jasmin Widmer gewannen den 52. GP Fricktal in Eiken – bei Regen.

Und wieder nicht: Tadi Fikru, der laufstarke Eritreer aus Rohr Aarau, musste auf den letzten Metern seinem Landmann Sium Zerehannes den Vortritt überlassen. «Heute war’s schwierig, wegen dem Regen und der Kälte», sagte der 27-Jährige.

Im Gegensatz aber zum Badener Limmatlauf 14 Tage zuvor, damals als Zweiter und Dritter, vermochte er diesmal seinen Landsmann bis zuletzt zu fordern. 1,4 Sekunden trennten die beiden schliesslich. Für Spannung war auch unterwegs gesorgt. Die Sprintwertung nach 5,3 km ging an Fikru.

Die Dominanz der beiden Ostafrikaner war auffallend deutlich: 2:21 Minuten nach dem Sieger erreichte Nils Makos aus Fraubrunnen als erster Schweizer das Ziel, Stefan Rey (Gränichen/3:56 zurück) und Laurent Schenkel (Therwil/4:01) folgten.

Widmer-Comeback

Schnell keine Diskussionen um den Sieg schien es bei den Frauen zu geben. Sie starteten erstmals für sich – 10 Minuten vor dem Männerfeld. Und das nutzte Jasmin Widmer für eine Sondervorstellung. Die 29-Jährige aus Erstfeld setzte sich sogleich an die Spitze und nahm der früheren Basler Spitzenläuferin und GP-Siegerin von 2012, Deborah Büttel, vorentscheidende Meter ab. Schliesslich trennten die ambitionierte Leichtathletin und die angehende Anwältin, die in den Abschlussprüfungen steckt, 1:09 Minuten.

Widmer war sich des Kräfteverhältnisses indes nicht so sicher. «Ich fühlte mich indifferent und sah mich erst ab Kilometer 10 auf der Siegesstrasse», sagte sie. Nach einer zweiten Knieoperation im November begann sie erst im Januar wieder mit dem Laufen. Den GP Fricktal wählte sie als erstes Rennen – «zum Geniessen», wie sie betonte. Und das Erfolgserlebnis soll ihr weiter Mumm verleihen, im Hinblick auf ihr allfälliges Marathondebüt in Herbst.

Über 450 Schülerinnen und Schüler am Start

Für die kleinen Läuferinnen und Läufer wird das Erlebnis des Laufes, die Abgabe der Medaille durch den Osterhase und die Aktivitäten wie das Kinderschminken und die Hüpfburg unvergesslich bleiben.

Die Unterstützung der Eltern und Angehörigen trieb die Jugendlichen zu einer Spitzenleistung an. Manche liessen sich aber auch vom Osterhase ablenken und stoppten kurz ihren Lauf. Bei den Allerkleinsten ging vieles viel zu schnell und Tränen flossen, so dass die Eltern mitlaufen mussten.

Insgesamt beteiligten sich an den verschiedenen Rennen über diverse Distanzen 1184 Läuferinnen und Läufer. Ein gelungener Anlass für die Familie, Hobby- und Spitzenläufer konnte wieder hervorragend organisiert und durchgeführt werden.

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